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TECHNOLOGIE

Die Zero Knowledge Technologie

Eine Klasse ist nicht nur ein gemeinsamer Lernraum, sondern auch ein geschützter Bereich.
Hier sind Schüler und Lehrer unter sich. Das gleiche gilt für andere Gruppen innerhalb von Schule wie zb. das Lehrerkollegium oder Arbeitsgemeinschaften. Weder überwachen Schulleitung oder Schulverwaltung den Unterricht und die Gespräche, noch dürfen sich Schulträger, Ministerien, Landesregierungen oder der Staat Zugang zu diesen Daten verschaffen können. Genauso wenig aber IT-Partner, Internetprovider, App- und Software-Anbieter, Betreiber von Cloudsoftware und Messenger-Diensten oder sonstige Online-Plattformen.

Die Realität sieht sehr anders aus. Solange nämlich ein Anbieter von Software oder online-basierten Diensten aller Art nicht auf Basis der sogenannten Zero-Knowlege Technologie arbeitet, sind alle Daten für diesen Anbieter personenbezogen zugänglich. Dabei ist es egal, ob diese Anwendungen oder ganze Portale von privaten Firmen oder öffentlichen Stellen bereit gestellt werden.

Zwar garantieren alle Betreiber den Schutz der Daten. Die Rede ist hier zb. von Verschlüsselung der Daten bei Übertragung und teilweise sogar von Verschlüsselung bei der Speicherung. Damit werden die Daten aber nur vor dem Zugriff durch fremde Dritte geschützt, nicht aber vor dem Zugriff durch den Betreiber selbst.

Nur Zero Knowlege Systeme – und auch nur dann wenn die Systeme durch unabhöngige Sachverständige durchgängig geprüft werden – können garantieren, dass ausschließlich die berechtigten Nutzer selbst Zugriff auf ihre Daten haben. Denn nur auf dieser Basis werden die Daten automatisch und vollständig so verschlüsselt, dass darüber hinaus definitiv niemand und zu keinem Zeitpunkt Zugriff nehmen kann.

Zero-Knowlege Systeme findet man sehr selten. Die meisten der heutigen Anbieter gaukeln uns vollständigen Datenschutz also nur vor. Aber gerade im Schulsystem dürfen wir doch gegenüber Schülern, Eltern und allen anderen nicht den Eindruck eines geschützten Raums vermitteln, wenn unter Umständen etliche fremde Stellen Zugang haben.

Dabei wäre eine moderne cloud-basierte Lösung für die Kommunikation und Organisation in Schulen auf einer Zero-Knowlege Basis ohne Weiteres umsetzbar. Wir sollten uns keinesfalls mit weniger zufrieden geben.

Selbst wenn man argumentieren würde, dass im Unterricht und im Rahmen von Schul-Kommunikation oder Schul-Organisation ja eigentlich keine großartigen Geheimnisse vorkommen… Fakt ist, dass mit allgemeiner Einführung einer solchen Software oder App in der Schule keiner der Beteiligten eine Wahl hat, diese Anwendung nicht zu nutzen.

Außerdem bin ich sicher nicht alleine mit der Meinung, dass Gespräche grundsätzlich – auch geschriebener Art zb. über ein Messenger System – weder anderen zugänglich sein sollte, noch von anderen gesammelt und ausgewertet werden darf.

Und nochmal: Die Daten sind für die Anbieter natürlich personenbezogen (!) zugänglich. Schließlich werden dort die Accounts aller Personen verwaltet. Und wer verschlüsselt hat auch den Schlüssel. Wenn Anbieter von Anonymisierung der Daten sprechen, ist damit regelmäßig nur die Weitergabe der Daten an Dritte gemeint. Der Anbieter selbst kann personenbezogen lesen, auswerten, sammeln, Persönlichkeitsprofile anlegen und so weiter und so fort.

Lesen Sie beispielsweise die Datenschutz Richtlinien von den großen Email-Anbietern und Suchmaschinen im Detail, dann werden Sie feststellen, dass nicht nur Sendedaten und Adressdaten zugänglich sind, sondern die Inhalte (!) Ihrer Emails gelesen werden. Was die gängigen sozialen Plattformen und nahezu alle kleinen und großen Apps sonst noch mit unseren Daten machen, geht weit über jede Vorstellungskraft eines Normalbürgers hinaus.

Wenn die Menschen heute scheinbar überall im Alltag mit diesem Mangel an Datennschutz einverstanden sind, egal ob aus Unkenntnis, Trägheit oder Gewöhnung – für unsere Schulen ist dieser fehlende Datenschutz gänzlich inakzeptabel.

Und hierbei geht es nicht um besondere Geheimnisse sondern ums Prinzip. Und dieses Prinzip ist das Recht auf uneingeschränkte Privatsphäre. Als Schulträger und Schulleitung zeichnen wir genau dafür verantwortlich, wenn wir Schüler, Lehrer, Eltern und Verwaltung zur Nutzung bestimmter Software und Cloudsysteme verpflichten.

——

Wer mehr wissen möchte: Hier erklärt eine Firma anhand einer wunderbar einfachen Metapher, wie Zero Knowlege funktioniert: Ein Besuch im Zero Knowledge Hotel

Und auf Wikipedia gibt es weitere Infos zu den technischen Aspekten: Zero Knowlege Beweis

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